Jeder Körper hat spezielle Bedürfnisse und Ansprüche – gemeinsam treffen wir die richtige Wahl

Die Vogelsbergklinik verfügt über eine Vielzahl von Therapieformen, welche je nach Diagnose und Behandlungsziel individuell zum Einsatz kommen. Gemeinsam finden wir die für Sie optimale Kombination aus Therapieansätzen und begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Genesung!

Die Psychotherapie spielt eine äußerst wichtige Rolle in der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Sie ist ein bewusster und geplanter Prozess zwischen dem Patienten und einem Psychotherapeuten, um Verhaltensstörungen positiv zu beeinflussen, psychisches Leid zu lindern bzw. zu heilen und zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen. 

  • Integrative verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppentherapie
  • Schematherapie

Kommunikation als Schlüsselelement

Die Psychotherapie arbeitet mit psychologischen Mitteln, die im Erleben und Verhalten ihren Ansatzpunkt haben, dabei steht im Mittelpunkt die verbale und nonverbale Kommunikation. Das Ziel der meisten psychotherapeutischen Verfahren mit kommunikativen und übenden Techniken besteht darin, dem Patienten Strategien zur Bewältigung von Problemen aufzuzeigen, ihm Handlungskompetenz zu vermitteln und sein Selbstvertrauen aufzubauen.

Die 5 übergreifenden, allgemeinen Wirkfaktoren der Psychotherapie sind nach Grawe (1994):

  • Therapeutische Beziehung: Die Qualität der Beziehung zwischen dem Psychotherapeuten und dem Rehabilitanden trägt wesentlich zum Therapieergebnis bei.
  • Ressourcenaktivierung: Die Besonderheiten, die ein Rehabilitand in die Therapie mitbringt, werden als positive Ressource für das therapeutische Vorgehen genutzt. Das betrifft vorhandene Bereitschaften, Fähigkeiten und Interessen des Rehabilitanden.
  • Problemaktualisierung: Die Probleme, die in der Therapie verändert werden sollen, werden unmittelbar erfahrbar, dies kann über unterschiedliche Herangehensweisen und Techniken erreicht werden.
  • Motivationale Klärung: Die Therapie fördert mit geeigneten Maßnahmen, dass der Rehabilitand ein klareres Bewusstsein der Ursprünge und Hintergründe seiner Problematik gewinnt.
  • Problembewältigung: Die Behandlung unterstützt den Rehabilitanden mit bewährten problemspezifischen Maßnahmen darin, positive Bewältigungserfahrungen im Umgang mit seinen Problemen zu machen

In unserem Haus bilden zehn bis zwölf Patienten und der Therapeut eine sogenannte Bezugsgruppe. Die Beziehungen zu den anderen Gruppenmitgliedern und dem Therapeuten ermöglichen es, in einem geschützten Rahmen eigene Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen nachzuerleben und zu bearbeiten. 

Gemeinsam lernen und erleben

Gruppenpsychotherapie wird von psychologischen und ärztlichen Therapeuten mit zwei Sitzungen pro Woche bei einer Sitzungsdauer von jeweils 90 Min durchgeführt.

In der Gruppenpsychotherapie werden spezielle Phänomene genutzt, die nur in der Gruppe auftreten, wie die sog. Gruppendynamik. Die Personen treten miteinander in Kontakt und tauschen sich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus. In den Gruppensituationen wiederholt sich in der Regel das Rollenverhalten, wie es in der Familie oder im Beruf vorkommt. Dies wird genutzt, um herauszufinden, wie z. B. die Probleme der Teilnehmer entstanden sind und wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten.

Ein geschütztes Umfeld

In den Gruppensitzungen kann jeder sein Anliegen in der Gruppe vorbringen und von ihr eine Rückmeldung erhalten, der Rehabilitand entscheidet dabei aber immer selbst, was er von sich preisgeben möchte und was nicht. Darüber hinaus kann der Rehabilitand die Fremdwahrnehmung durch andere Teilnehmer zum Abgleich seiner Probleme nutzen und in der Gruppe gemeinsam potentielle Lösungswege erarbeiten.

Die wichtigsten Wirkfaktoren nach Yalom (1985) sind:

  • Selbstöffnung und Ausdruck von Gefühlen (Katharsis)
  • Emotionaler Zusammenhalt in der Gruppe als Zugehörigkeits- und Akzeptanzgefühl (Kohäsion)
  • Erlebnis des Nichtalleineseins mit Problemen (Universalität des Leidens)
  • Gemeinsames, zwischenmenschliches Lernen, wie z. B. Beziehungen zu anderen aufzunehmen, sich selbst anderen gegenüber öffnen, anderen Rückmeldung zu geben oder selbst zu erhalten und anzunehmen (Interpersonelles Lernen)
  • Anderen eine Hilfe sein zu können und den eigenen Wert durch andere zu erleben (Altruismus)

Die therapeutische Gemeinschaft – welche gegenseitiges Lernen und die Übernahme von (Selbst-) Verantwortung fördert – wird in der Gruppe gepflegt. Sie hilft dabei nicht nur bei der Bewältigung des Alltags, sie dient vor allen Dingen als Lernerfahrung, um in einem sicheren Umfeld sozial und emotional eine Neuorientierung wagen zu können.

Die stabile Arbeitsbeziehung zwischen Therapeut und Rehabilitand bildet eine wichtige Grundlage für die Bearbeitung seelischer und/oder körperlicher Probleme. Einzelpsychotherapien werden von ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt, mit einer Häufigkeit von einer Sitzung pro Woche. 

Vertrauen bilden durch enge Verbindung

Der Einzeltherapeut ist zugleich der Bezugstherapeut für den Rehabilitanden, der mit den Rehabilitanden wesentliche Behandlungsabsprachen (Therapiedauer, -setting, Teilnahme an bestimmten Behandlungsangeboten, spezielle Vereinbarungen) trifft.

Die psychotherapeutischen Einzelsitzungen finden in einem vertraulichen Setting statt. Grundlage sind die zuvor geführten Anamnese- und Diagnostikgespräche. Diese dienen dem Therapeuten, wie auch dem Rehabilitanden zur Sichtung der Ressourcen und zur Zielorientierung der Therapie. Das psychologische Konzept besteht darin, den Rehabilitanden zu aktivieren und zu motivieren, seine Selbstwahrnehmungsfähigkeiten weiter zu entwickeln. Sie bezweckt stets einen Wandel und Ausgleich in der Wahrnehmung und Interpretation von Erlebnissen im Denken, Fühlen und Verhalten, um für Körper und Seele eine gesündere Selbststeuerung zu entwickeln.

"Ein Problem kann man nicht mit der Art des Denkens lösen, die es geschaffen hat."
(Albert Einstein)

Als erste Reha-Klinik in Deutschland bietet die Vogelsbergklinik die Möglichkeit der schematherapeutischen Behandlung durch ein ausgebildetes interdisziplinäres Team, zertifiziert von der ISST - International Society of Schema Therapie.

Therapeuten/innen aus den Fachbereichen Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie und Ernährungsberatung wurden im Rahmen eines Co-Therapeuten-Curriculums des Mainzer Schematherapie-Instituts (IPSTI-MZ) über ein Jahr lang weitergebildet. 

Derzeit wird die schematherapeutische Behandlung Rehabilitanden im Rahmen der Fachprogramme "Persönlichkeit" und "Schematherapie bei chronifizierten psychischen Erkrankungen" angeboten. Um eine Einbindung in diese Programme zu gewährleisten, bitten wir Rehabilitanden, die an einer schematherapeutischen Behandlung interessiert sind, sich nach der Bewilligung ihres Reha-Antrages telefonisch bei uns zu melden (Patientenservice: 06643-701-464) Indikative Fachprogramme sind zusätzliche Angebote, die ergänzend zum gruppentherapeutischen Basisprogramm Ihrer Reha-Behandlung laufen. Die schematherapeutischen Gruppen sind organisiert nach dem offenen Gruppenpsychotherapiekonzept. Dies bedeutet, dass frei werdende Plätze wöchentlich mit neuen Teilnehmer/innen besetzt werden. Die Gruppengröße ist auf maximal 12 Teilnehmer/innen beschränkt. Gerne können inhaltliche Themen aus den schematherapeutischen Gruppen in den Einzelgesprächen mit Ihrem Bezugstherapeuten vertieft werden.

Was ist Schematherapie?

In der Schematherapie wird versucht, die aktuellen Schwierigkeiten des Rehabilitanden vor dem Hintergrund seiner biographischen Lerngeschichte zu verstehen. Schemata sind frühe schmerzliche Erfahrungen, die im Gedächtnis eingebrannt sind. Sie entwickeln sich aus dem Zusammenspiel unseres Temperaments, dem quasi vorprogrammierten neurobiologischen Aspekt unseres Daseins, und der Verletzung oder Nicht-Erfüllung von Grundbedürfnissen in der Kindheit und Jugend. Schemata sind tief verankerte Lebensmuster und Lebensthemen, die Denkweisen und Gefühle, aber auch Erinnerungen und Verhaltensweisen beinhalten (z. B. Angst vor Verlassenwerden, fehlendes Selbstwertgefühl, Versagensangst).

Ein Schema entwickelt sich in der Kindheit und Jugend und wird im Laufe des Lebens immer wieder aktiviert. Da es mit der Zeit immer starrer wird, werden die Reaktionen immer weniger flexibel, verursachen in aktuellen Lebenssituationen zunehmend Schwierigkeiten und können zu psychischen Erkrankungen wie z. B. Persönlichkeitsstörungen führen. In der Schematherapie werden solche starren, nicht zielführenden Reaktionsmuster analysiert. Die jeweiligen Verhaltensmuster werden benannt und im sogenannten Modusmodell zusammengefasst. Jeder Modus besteht aus einer gedanklichen, emotionalen, physiologischen und verhaltensorientierten Komponente.

Ziele der Schematherapie

Ziel der Schematherapie ist es, den biographischen Ursprung hinderlicher Schemata und ihre Wirkungen auf das gegenwärtige Verhalten zu erkennen, zu analysieren und für sich zu entdecken, dass es aus diesen vermeintlichen Lebensproblematiken, wenn man sie erst einmal verstanden hat, durchaus Auswege gibt. Die Schematherapie vermittelt nicht nur angemessene, zielführende Verhaltensfertigkeiten, sie schließt die grundlegende Arbeit der Persönlichkeitsveränderung ein. 

Die Entfaltung des gesunden Erwachsenen-Modus, der in der Lage ist, für das verwundbare Kind in sich zu sorgen und dabei auf die Kompetenz des gesunden Erwachsenen zugreifen kann, ist zentrale Aufgabe der Therapie.

Insbesondere bei Rehabilitanden mit der Diagnose „Persönlichkeitsstörung“ hat sich die Wirksamkeit der Schematherapie hervorragend bewährt. Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung sprechen auf Grund ihrer rigiden, dysfunktionalen und negativen Denkstrukturen häufig nicht ausreichend auf eine kognitive Verhaltenstherapie an. Eine vielversprechende Möglichkeit bietet die Schematherapie mit ihrem integrativen Therapiekonzept, das Elemente der Gestalttherapie, der Bindungstheorie und psychoanalytische Sichtweisen mit der kognitiven Verhaltenstherapie vereint.

Vorteile der Schematherapie im Überblick

  • Die Schematherapie vereint verschiedene Therapieansätze (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie) und macht sie für den Rehabilitanden verstehbar
  • Sie erklärt konflikthafte und widersprüchliche Gefühle des Rehabilitanden in einem Modell und macht sie für ihn nachvollziehbar
  • Eine Verbindung zwischen Lebensmustern des Rehabilitanden und dysfunktionalem Verhalten und Symptomen (inklusive Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung etc.) wird hergestellt
  • Durch die Vermittlung und Einübung des Modus-Modells bietet Schematherapie quasi Hilfe zur Selbsthilfe
  • Behandlungsblockaden durch Vermeidung oder Überkompensation können überwunden werden

Fachprogramm „Persönlichkeitsstörungen“

Psychotherapeutische Schematherapiegruppe   (1 x 90 min. pro Woche)

In diesem Programm wird Ihnen das Modusmodell vorgestellt und versucht, die einzelnen vorhandenen Modi zu identifizieren, Auslösesituationen zu benennen und die dahinter liegenden Bedürfnisse zu verstehen. Nach der Bewusstwerdung der Modi sollen zu deren Steuerung kognitive, verhaltenszentrierte und erfahrungsbasierte Strategien und Techniken vermittelt werden. Es werden Modus-Management-Pläne entwickelt und umgesetzt.
Da die dysfunktionalen Bewältigungsstrategien sich meistens in interpersonellen Situationen zeigen, werden die dazu entwickelten alternativen Strategien in Rollenspielen erprobt. Ebenfalls wird der Umgang mit Gefühlen anhand von Übungen thematisiert. Innerhalb der Gruppe werden förderliche Selbstinstruktionen für den gesunden Erwachsenen gesammelt. Die bereits bestehenden Fertigkeiten und Kompetenzen der Rehabilitanden werden gemeinsam in der Gruppe herausgearbeitet (Ressourcenorientiertes Vorgehen).

Schematherapiegruppe „Erlebensbasierte Modus-Arbeit“ (Ergotherapie - 1 x 60 Min. pro Woche)

Den Modi soll sich auf gestalterischer Ebene genähert werden. Die abstrakte Darstellung der Modi wird auf einer konkreten Ebene dargestellt (Thema „Meine inneren Anteile“ - Speckstein, Zeichnen etc.). Lebenswerte sollen überdacht werden und auf ihre Sinnhaftigkeit in der aktuellen Lebenssituation überprüft werden. Ein Ist-Soll Vergleich wird gestalterisch erstellt und trägt zur persönlichen Zielfindung bei.

Fachprogramm „Schematherapie bei chronifizierten psychischen Erkrankungen“

Psychotherapeutische Schematherapiegruppe (1 x 90 min. pro Woche)

In der von einem Schematherapeuten geleiteten Gruppe geht es darum, das Modusmodell in fünf verschiedenen Modulen vorzustellen, entsprechende Verhaltensweisen zu identifizieren zu beobachten, zu analysieren und Techniken zu deren Steuerung  zu erlernen und gemeinsam zu vertiefen. In jedem Modul werden in Abhängigkeit der gegenwärtigen Themen Interventionstechniken der Schematherapie eingesetzt. Dazu zählen die Stuhltechnik, Imaginationstechniken, Empathische Konfrontation, Limited Reparenting. Arbeitsmaterial wird den Rehabilitanden nach jeder Stunde zur Verfügung gestellt.

Begleitung durch zertifizierte Co-Therapeuten

Die Rehabilitanden des Fachprogramms werden während ihres Aufenthaltes zusätzlich von schematherapeutisch zertifizierten Co-Therapeuten begleitet. Viermal während des Aufenthaltes finden geplante Gespräche im Rahmen der Bezugspflege statt und in der psychotherapeutischen Einzeltherapie bei Schematherapeuten in Ausbildung können Themen ebenfalls vertieft werden.

Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind. Diesen Menschen soll es ermöglicht werden, für sie bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer Umwelt durchführen zu können.

Unsere Therapieangebote in der Ergotherapie

  • Gruppen- und Einzeltherapie
  • Belastungserprobung
  • Computertraining
  • Hirnleistungstraining
  • Arbeitsplatztraining und -beratung
  • Tiergestützte Therapie

Ziel der Ergotherapie ist es, Betätigung zu erreichen. Gleichzeitig wird Betätigung als therapeutisches Medium eingesetzt.

Die Sporttherapie bedient sich der Mittel und Methoden des sportlichen Trainings im Rahmen von Vorbeugung und Rehabilitation. Sie ist eine bewegungstherapeutische Maßnahme, die mit geeigneten Mitteln des Sports gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensiert und regeneriert. Sekundärschäden soll vorgebeugt und gesundheitlich orientiertes Verhalten gefördert werden.

Angebote der Sport- und Bewegungstherapie in unserer Klinik

  • Indikationsbezogener Sport
  • Körperwahrnehmung
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Therapeutisches Boxen
  • Tanztherapie

Ziele der Sporttherapie

Die Sporttherapie soll Rehabilitanden helfen, körperliche, psychische oder soziale Beeinträchtigungen mithilfe von Sport zu überwinden, indem die Körperwahrnehmung verbessert sowie die Koordination und Kondition gesteigert werden. Sie ist nicht auf den Leistungssport ausgerichtet, sondern soll den Rehabilitanden durch Sport aktivieren und zu einem angenehmen Körpergefühl führen.

Sie beruht auf biologischen Gesetzmäßigkeiten und bezieht Elemente pädagogischer, psychologischer und soziotherapeutischer Verfahren ein. Durch die Therapie während der Rehabilitation soll eine überdauernde Gesundheitskompetenz erzielt werden.

Wie aus vielen Studien bekannt ist, sind regelmäßiger Sport und Bewegung sehr hilfreich bei der Bewältigung psychosomatischer Beschwerden, deshalb ist die Bewegungstherapie integraler Bestandteil jedes Therapieprogramms.

Auch in einer psychosomatischen Klinik ist der körperliche Aspekt zentrale Säule der Rehabilitation. Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die in Form eines Befundes sichtbar gemacht werden. 

Sie nutzt primär manuelle Fertigkeiten des Therapeuten, gegebenenfalls ergänzt durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Muskelaktivität sowie die bewusste Wahrnehmung) des Rehabilitanden.

Unsere Therapieangebote

  • Nordic Walking
  • Wirbelsäulengymnastik
  • Stabi Power
  • Wassergymnastik 
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Indikationsbezogen – vorwiegend bei Rehabilitanden mit Schmerzsymptomatik – können wir auch folgende Therapien anbieten:
    • Massage
    • Krankengymnastik
    • Manuelle Therapie
    • Craniosacraltherapie
    • Elektrotherapie

Ziele der Physiotherapie

Die Behandlung zielt dabei einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und den eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. 

Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerz-Reduktion. Dabei wird von unseren erfahrenen Therapeuten auch der psychosomatische Hintergrund der Erkrankung berücksichtigt.

Ernährung bedeutet nicht nur die Aufnahme von Nährstoffen, sondern ist die Basis für das körperliche und seelische Wohlbefinden und die Voraussetzung für die körperliche Leistungsfähigkeit. Somit nimmt die Ernährungsberatung einen festen Platz in unserem Rehabilitationskonzept ein. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gehört zu jedem optimalen Heilungsprozess dazu. Wir helfen Ihnen, diese nachhaltig in Ihren Alltag zu integrieren.

Ernährungsspezifische Einzelberatung

Die individuelle Einzelberatung ermöglicht Hilfestellungen in der Umsetzung diätetischer Fragen und unterstützt Sie bei einer gesunden Lebensweise. Wir schauen uns gemeinsam Ihr aktuelles Ernährungsverhalten an, um darauf basierende Optimierungen nachhaltig zu integrieren.

Gruppenberatung (im Rahmen der Adipositastherapie)

Unsere Ernährungsfachkräfte führen Sie in die grundlegenden Ernährungskenntnisse ein und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam Leitlinien für eine ausgewogene Ernährung.

Lehrküche

In der Lehrküche haben Sie die Möglichkeit, in kleinen Gruppen und unter Anleitung das erlernte Ernährungswissen zur gesundheitsbewussten Zubereitung in die Praxis umzusetzen. Die von der Gruppe zubereiteten Speisen werden auch gemeinsam eingenommen. Dadurch werden unter anderem die soziale Dimension und der Genuss des Essens neu erfahrbar und eine Rückkehr zu einem normalen Essrhythmus gefördert.

Weiterführende Angebote der Ernährungsberatung

  • Vorträge zur gesunden Ernährung
  • Seminar – Bewusster Genuss
  • Seminar – Herzgesunde Ernährung
  • Seminar – Knochenstarke Ernährung
  • Seminar – Diabetes Typ II

Biofeedback ist ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Trainingsverfahren physiologischer Parameter. Mit Hilfe von Messgeräten und einem Computer werden Körperprozesse, die nicht oder nur ungenau wahrgenommen werden, rückgemeldet und damit sichtbar und bewusst gemacht. Dies können z. B. die Muskelspannung, der Puls, die Atmung oder die Temperatur sein. Der Trainer/Therapeut kann im Biofeedbackverfahren anhand dieser Messparameter seinem Rehabilitanden/Patienten eine detailliertere Rückmeldung geben. Der Klient lernt durch diese eindeutigen Rückmeldungen körperliche Prozesse zu beeinflussen.

Biofeedback wird u. a. zum Training eingesetzt bei:

  • Verdeutlichung der Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Prozessen
  • Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung
  • Kontrolle von Entspannungsverfahren
  • Erregbarkeit, Müdigkeit
  • Muskuläre Verspannungen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung

Das oberste Ziel des Biofeedback-Trainings geht auch über die Bewusstmachung relevanter Körperparameter hinaus. Das Ziel besteht darin, bestimmte Körperfunktionen, die normalerweise vegetativ reguliert werden und nicht dem Willen unterliegen, doch willentlich zu beeinflussen, um somit die Selbstwirksamkeit und damit die Selbstfürsorge zu steigern.

"Tu Deinem Körper etwas Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen."
(Teresa von Avila)

Entspannungsverfahren sind übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung oder Erregung. Körperliche Entspannung und das Erleben von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden. Entspannungsverfahren werden als Behandlungsverfahren in der Psychotherapie und allgemein zur Psychohygiene genutzt.

Entspannung lernen

Für die Übung der Entspannungsverfahren gibt es ritualisierte Settings, in denen eine bestimmte Zeitdauer der Übung mit festgelegten Übungsphasen, eine bestimmte körperliche Haltung, zumeist Sitzen oder Liegen, und die Konzentration auf bestimmte Vorstellungen oder Empfindungen vorgegeben werden.

Die Entspannungsreaktion steht im Gegensatz zur Stressreaktion. Beide Reaktionen unterliegen psychophysiologischen Prozessen in der Wechselwirkung zwischen psychischen Vorgängen und körperlichen Funktionen. 

Einklang von Körper und Geist

Manche Entspannungsverfahren, wie zum Beispiel die progressive Muskelentspannung, nutzen stärker die Möglichkeit, durch Veränderung körperlicher Funktionen auf psychische Vorgänge Einfluss zu nehmen, während andere Entspannungsverfahren, wie zum Beispiel das autogene Training, stärker die Möglichkeit nutzen, durch Veränderungen psychischer Vorgänge die körperlichen Funktionen zu beeinflussen. In beiden Vorgehensweisen kann sich der Übende über die Zusammenhänge zwischen seinen körperlichen Empfindungen und seinen Bewusstseinszuständen bewusster werden.

In der Übung eines Entspannungsverfahrens lernt der Übende, seine Gedanken und seinen Körper bewusst zu beeinflussen. Eine in dieser Weise bewirkte Steigerung des Wohlbefindens und Linderung oder bessere Bewältigung von Beschwerden stärkt das Erleben von Selbstwirksamkeit, Selbstkontrolle und Selbstkompetenz.

Bei uns im Haus werden angeboten:

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Bei diesem Entspannungsverfahren spannt der Übende einzelne Muskelgruppen an und lässt sie dann wieder los. Wesentliches Element der meist einfachen und schnell zu erlernenden Übungen ist die Achtsamkeit des Übenden für die empfundenen Unterschiede zwischen Anspannung und Entspannung. Durch die Entspannung der Muskeln sinkt der Blutdruck und die Pulsfrequenz, der Organismus kommt zur Ruhe und kann die eigenen Selbstheilungskräfte nutzen. So kann auch dem Stress vorgebeugt werden.

Yoga

Yoga als Form der Entspannungstherapie ermöglicht es, den Körper mit dem Geist zu verbinden und wieder in ein Gefühl der Einheit zu gelangen. Sanfte Übungen tragen zur Stabilisierung des Skeletts sowie einer verbesserten Flexibilität und Körperwahrnehmung bei.

Erfahren Sie gemeinsam mit anderen Rehabilitanden interessante Fakten und wissenswerte Tipps zu verschiedenen Themen der Gesundheit. Die Vorträge können Teil des Behandlungsplans sein oder freiwillig besucht werden.

  • Depression
  • Gesundes Essen und Trinken
  • Sozialarbeit
  • Schlafstörungen
  • Problem- und Konflikt-Strategien
  • Bewegung und Gesundheit
  • Genussmittel und Alltagsdrogen
  • Umgang mit Alltagsstress

Therapieplanung

Erreichbarkeiten

Montag bis Freitag: 9:00–18:00 Uhr

Patientenservice

Erreichbarkeiten

Montag bis Freitag: 9:00–18:00 Uhr